Waldbrand im Föhrenwald
Großflächiger Wald- und Flurbrand im Föhrenwald – 700 Einsatzkräfte gefordert
Seit den Mittagsstunden hält ein ausgedehnter Vegetationsbrand im Föhrenwald die Einsatzkräfte aus mehreren Bezirken in Atem. Zahlreiche Feuerwehren sowie Sonderkräfte stehen bei der Bekämpfung des Wald- und Flurbrandes im Einsatz.
Zum aktuellen Zeitpunkt lässt sich das gesamte Ausmaß des Brandes noch nicht abschließend beurteilen. Auch die Brandursache ist derzeit vollkommen unklar.
Im Bezirk Neunkirchen wurde aufgrund der Lage die höchste Alarmstufe B4 ausgelöst. Mittlerweile stehen 84 Feuerwehren mit rund 700 Mitgliedern im Einsatz. Neben zahlreichen örtlichen Feuerwehren wurden umfangreiche überörtliche Kräfte zur Unterstützung angefordert.
Sonderdienste und KHD im Einsatz
Seitens des NÖ Landesfeuerwehrverbandes stehen mehrere Sonderdienste zur Unterstützung der Einsatzkräfte bereit. Drei Züge des Sonderdienstes Waldbrand unterstützen die bodengebundene Brandbekämpfung. Ebenfalls vor Ort ist der Sonderdienst Flugdienst, der die umfangreichen Löscharbeiten aus der Luft koordiniert.
Zusätzlich befinden sich aktuell drei Züge des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) im Einsatz – zwei aus dem Bezirk Baden und einer aus dem Bezirk Neunkirchen.
Aufgrund der Dimension und Komplexität des Einsatzgeschehens wurde zudem ein Bezirksführungsstab eingerichtet, um die zahlreichen eingesetzten Kräfte und die umfangreichen Maßnahmen zu koordinieren.
Sieben Hubschrauber unterstützen die Löscharbeiten
Eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung des großflächigen Vegetationsbrandes spielt die Unterstützung aus der Luft. Mit Stand 15:30 Uhr stehen insgesamt sieben Hubschrauber im Löscheinsatz:
• 4 Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres
• 2 Hubschrauber privater Unternehmen
• 1 Black Hawk des Österreichischen Bundesheeres
Die Hubschrauber unterstützen die Einsatzmannschaften insbesondere bei der Brandbekämpfung in schwer zugänglichen Bereichen und sollen dabei helfen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Neben der Feuerwehr stehen auch Polizei, Rotes Kreuz und ASBÖ am Einsatzort im Einsatz.
Kein örtlicher Zusammenhang mit vergangenem Waldbrand
Besonders hervorzuheben ist, dass der aktuelle Vegetationsbrand örtlich nicht mit jenem Waldbrand in Zusammenhang steht, der erst vor knapp einer Woche gelöscht werden konnte. Es handelt sich um eine andere Einsatzstelle im Föhrenwald.
Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Eindämmung des Brandes. Aufgrund der dynamischen Einsatzlage können derzeit noch keine gesicherten Angaben über die tatsächlich betroffene Fläche oder die weitere Dauer des Einsatzes gemacht werden.
Stand: 14. August 2026, 15:30 Uhr
Weitere Informationen folgen, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.
Großflächiger Vegetationsbrand im Föhrenwald seit 18:00 Uhr unter Kontrolle
Update – 20:00 Uhr
Der seit den Mittagsstunden andauernde großflächige Wald- und Flurbrand im Föhrenwald konnte mit 18:00 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Die Einsatzmaßnahmen laufen jedoch weiterhin mit einem massiven Kräfteaufgebot. Das derzeit angenommene Brandausmaß beträgt rund 60 Hektar.
Aktuell stehen 836 Feuerwehrmitglieder aus 89 Feuerwehren im Einsatz. Unterstützt werden die örtlichen Kräfte von zwei KHD Zügen der KHD-Bereitschaft Neunkirchen und Baden sowie zwei Zügen des Sonderdienstes Waldbrand.
Zur Koordination des umfangreichen Einsatzgeschehens ist weiterhin ein Bezirksführungsstab eingerichtet.
Elf Hubschrauber im Einsatz
Massive Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte aus der Luft. Insgesamt stehen derzeit elf Hubschrauber für die Brandbekämpfung zur Verfügung:
• 3 Black Hawk des Österreichischen Bundesheeres
• 1 Leonardo-Hubschrauber des Österreichischen Bundesheeres
• 4 Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres
• 3 Hubschrauber privater Unternehmen
250 Bewohner vorsorglich evakuiert
Aufgrund der Brandentwicklung mussten rund 250 Bewohner im Nahbereich des Einsatzgeschehens präventiv evakuiert werden. Die betroffenen Personen wurden in einer Notunterkunft untergebracht. 14 Personen werden dort durch den Rettungsdienst betreut.
Neben den Feuerwehren stehen 30 Polizeibeamte sowie 63 Einsatzkräften des Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes im Einsatz.
Im bisherigen Einsatzverlauf wurden vier Feuerwehrmitglieder leicht verletzt.
Brand seit 18:00 Uhr unter Kontrolle
Durch den massiven und koordinierten Einsatz der Kräfte am Boden und aus der Luft konnte der Vegetationsbrand mit 18:00 Uhr unter Kontrolle gebracht werden.
Damit ist der Einsatz allerdings noch keineswegs beendet. Die weiteren Arbeiten konzentrieren sich auf die Bekämpfung verbliebener Glut- und Brandherde sowie darauf, ein erneutes Aufflammen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Der aktuelle Brand steht örtlich nicht im Zusammenhang mit jenem Waldbrand im Föhrenwald, der erst vor knapp einer Woche ausbrach und gänzlich gelöscht werden konnte.
DRINGENDER APPELL AN DIE BEVÖLKERUNG UND SCHAULUSTIGE
Der Einsatzbereich ist unbedingt großräumig zu meiden!
Schaulustige werden dringend aufgefordert, dem Einsatzort fernzubleiben und den Anweisungen der Polizei unbedingt Folge zu leisten. Zufahrts- und Einsatzwege müssen für Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und weitere Einsatzorganisationen jederzeit freigehalten werden.
Wer sich unnötig dem Einsatzgebiet nähert, behindert nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte, sondern bringt auch sich selbst in Gefahr.
Stand: 14. August 2026, 20:00 Uhr
Großflächiger Waldbrand im Föhrenwald
Update um 23:15 Uhr
Die Lage im Bereich des großflächigen Waldbrandes im Föhrenwald beginnt sich in den späten Abendstunden allmählich zu stabilisieren. Nach einem Tag intensiver Löscharbeiten ziehen die Einsatzkräfte eine erste Zwischenbilanz und können vorsichtigen Optimismus verbreiten, auch wenn die Gefahr noch nicht gebannt ist.
Im Laufe des Abends konnte die Einsatzleitung die Anzahl der aktiven Feuerwehrkräfte vor Ort deutlich reduzieren. Derzeit befinden sich noch 359 Einsatzkräfte mit 76 Fahrzeugen der umliegenden Feuerwehren im Nachtbetrieb. Ihr Einsatzschwerpunkt liegt nun darauf Glutnester abzulöschen, um ein erneutes Aufflammen im Laufe der Nacht zu verhindern. Ebenfalls wurde eine Riegelstellung errichtet und einige Trupps zur Patrouille durch den Wald entsendet.
Der laufende Flugbetrieb mit Hubschraubern wurde mit Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen eingestellt. Bei Dunkelheit ist ein präziser Wasserabwurf nicht mehr möglich.
Neben den Feuerwehrkräften sind in der Nacht auch zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei im Einsatz. Sie sichern die weiträumigen Absperrungen, koordinieren den Verkehr und verhindern, dass Schaulustige oder unbefugte Personen in die Gefahrenzone vordringen. Darüber hinaus sind Sanitäter des Roten Kreuzes sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes rund um die Uhr vor Ort, um für etwaige medizinische Notfälle gewappnet zu sein.
Für den morgigen Samstag hat die Einsatzleitung eine weitere taktische Anpassung beschlossen: Es werden sogenannte KHD-Einheiten (Katastrophenhilfsdienst) aus den Bezirken Lilienfeld und Tulln alarmiert. Ihr Einsatz ist für die Fortsetzung der Brandbekämpfung am Tag essenziell um hier die örtlichen Einsatzkräfte zu entlasten.
Die Bevölkerung im Umkreis von Föhrenwald wird weiterhin gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und die großräumigen Umleitungen zu beachten.
Stand 14. August 2026, 23:15 Uhr























