Ungewöhnlicher tierischer Einsatz in Thomasberg

„Kuh auf Garagendach“, so lautete am Freitagabend gegen 17:45 Uhr die Alarmierung für die Feuerwehren Königsberg und Edlitz. Zuerst konnten es die Freiwilligen Einsatzkräfte gar nicht glauben und dachten an einen Scherz! Vor stellte sich heraus, dass es sich jedoch um einen ernsten Einsatz handelt. Die rund 700 kg. schwere Kuh rutschte von der Weide über eine steile Böschung abwärts. Vor einer Garage, in dem ein Fahrzeug abgestellt war, sprang das Tier hoch und landete auf dem Garagendach. Durch das hohe Gewicht der Kuh gab das Welleternit nach und das Tier brach ein.

Als die ersten Einsatzkräfte am Einsatzort ankamen, trauten sie ihren Augen nicht. Die Kuh befand sich mit den Vorderläufen außerhalb des Daches, mit den Hinterläufen klemmte es zischen Welleternit und der Zischendecke. Lediglich die Dachsporen, auf dem die Kuh zu liegen kam, verhinderten einen kompletten Durchbruch in die Garage.

Da die Kuh immer wieder versuchte sich zu befreien, entschied der Einsatzleiter vor den ersten Rettungsmaßnahmen einen Tierarzt hinzu zu ziehen, welcher das Tier betäuben und somit ruhigstellen soll, um die Einsatzkräfte bei der Rettung zu schützen. Die Betäubungsinjektion zeigte nach rund 15 Minuten ihre Wirkung und stellte das Tier vollkommen ruhig.

Für die Rettung des Tieres entschied man mittels Rundschlingen ein Geschirr anzulegen, und die Kuh mittels Kran vom Dach zu holen. Dies erwies sich als Herausforderung für den Kranfahrer, da bei der Hauseinfahrt nur wenige Zentimeter links und rechts Platz waren, um den Tonnenschweren Lkw in die Hauseinfahrt zu manövrieren.

Nachdem das Geschirr an der verunfallten Kuh angebracht und der Kran in Stellung gebracht wurde, wurde die Kuh behutsam angehoben und vom Dach gerettet. Um einen zusätzlichen Stress beim Tier zu vermeiden, wurde es mittels WLF Container zum naheliegenden Landwirten gebracht, wo sie sich langsam von den Strapazen erholen konnte. Wie durch ein Wunder blieb das Tier bis auf ein paar Schrammen völlig unverletzt. Nach rund 3 Stunden konnte der nicht alltägliche und kuriose Einsatz, an den sich selbst ältere Kameraden nicht erinnern können, so etwas in der Feuerwehrlaufbahn erlebt zu haben, beendet werden. Die Feuerwehren Königsberg und Edlitz standen mit 5 Fahrzeugen und 18 Mitgliedern im Einsatz.

Fotos: Einsatzdoku.at / Lechner

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