Großeinsatz nach Wohnungsbrand in Gloggnitz

Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht auf Donnerstag (11.07.2019) in Gloggnitz ab. Gegen 01:30 Uhr wurde eine Wohnungsbesitzerin in Heufeld durch das Bellen ihres Hundes geweckt. Bei der Nachschau bemerkte sie, dass die Wohnung sowie der Gangbereich stark verraucht ist. Zu diesem Zeitpunkt stand die Wohnung ein Stockwerk darunter bereits lichterloh in Vollbrand. Unverzüglich wählte die Frau den Notruf und setzte die Rettungskette in Gang. Was folgte war ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehren Gloggnitz Stadt, Gloggnitz Eichberg und Schlöglmühl schlugen aus zwei Fenstern im zweiten Stock bereits meterhohe Flammen. Während der Wohnungsbesitzer der Brandwohnung zu diesem Zeitpunkt bereits im Freien war, war eine Frau von der Wohnung darüber in ihren Räumlichkeiten eingeschlossen, da der Fluchtweg bereits stark verraucht war. Die Dame wurde bis zur Menschenrettung durch einen Atemschutztrupp, vom Disponenten der Bezirksalarmzentrale beruhigt, welcher telefonischen Kontakt mit der Frau hielt. Vom Einsatzleiter wurde aufgrund der vorgefundenen Lage die Alarmstufe auf B3 erhöht und die Feuerwehren Gloggnitz Stuppach und Enzenreith nachalarmiert.

Aufgrund der extremen Hitze breitete sich das Feuer mittlerweile auf die Dachkonstruktion aus. Hierfür wurde eine Drehleiter eingesetzt, um eine Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl zu verhindern. Um einen Innenangriff in der Brandwohnung überhaut erst durchführen zu können, musste der Raum von aussen aufgrund der enormen Hitze gekühlt werden!

Permanent dazu, wurden sämtliche Wohnungen des Mehrparteienhauses von weiteren Atemschutztrupps auf Personen durchsucht. Hierfür mussten auch mehrere Türen gewaltsam geöffnet werden. Nachdem die Brandwohnung soweit herunter gekühlt wurde, konnte unter schweren Atemschutz der Innenangriff gestartet werden. Um den Atemschutztrupps eine bessere Sicht zu ermöglichen, wurde zudem Druckbelüftet.

Nach rund 2 Stunden konnte vom Einsatzleiter Brandrat Thomas Rauch Brand Aus gegeben werden. In weiterer Folge wurden laufend Nachkontrollen mittels Wärmebildkamera durchgeführt, um ein neuerliches Aufflackern sofort zu bemerken. Der Besitzer der Brandwohnung sowie die Frau der darüber befindlichen Wohnung wurden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. 6 weitere Mieter mussten in Notquartieren untergebracht werden, da aufgrund der starken Rauchentwicklung die Wohnungen vorerst unbewohnbar sind. Die Brandursache sowie der entstandene Schaden sind unbekannt und werden von der Polizei ermittelt. Insgesamt standen 6 Feuerwehren mit 14 Fahrzeugen und rund 50 Mitgliedern im Einsatz. Weiters das Rote Kreuz mit einem NEF, BEL und zwei RTWs sowie die Polizei. Der Einsatz konnte gegen 7 Uhr abgeschlossen werden.

Fotos und Text: Einsatzdoku

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