PUCHBERG – Garagenbrand in Wohnhausanlage

Dramatische Szenen spielten sich in der Nacht auf Samstag (19.11.2016) in einer Wohnhausanlage in Puchberg am Schneeberg ab! Gegen 3 Uhr Früh meldeten mehrere Notrufe einen Garagenbrand in einer Wohnhausanlage. Beim Anrücken der Feuerwehren Puchberg am Schneeberg, Schneebergdörfl und Rohrbach im Graben sah man bereits von weiten die starke Rauchentwicklung am Nachthimmel über Puchberg.

Beim Eintreffen der ersten Löschmannschaften schlugen bereits Flammen aus der Garage. Zwei Fahrzeuge sowie zwei Motorräder standen zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Aufgrund der enormen Hitzentwicklung war es für die Helfer Anfangs schwierig, den Brand zu lokalisieren und gezielt bekämpfen zu können. Mittels Löschschaum wurde die Temperatur soweit mittels Aussenangriff herunter gekühlt, um einen Innenangriff überhaupt erst möglich zu machen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung drangen die giftigen Rauchgase in die darüber liegenden Wohnungen ein und brachten Lebensgefahr mit sich. Die rund 40 Mieter der insgesamt 60 Wohnungen brachten sich großteils noch vor Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit. Unter ihnen auch viele Kinder, welche teilweise nur im Schlafanzug ins Freie liefen. Einige der Mieter mussten aber von den Florianis in Sicherheit gebracht werden. Zur Sicherheit wurde von der Feuerwehr jede einzelne Wohnung kontrolliert, um auf Nummer sicher zu gehen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden.

Von einigen Mietern wurden noch mit Handfeuerlöschern erste Löschversuche unternommen, welche aber aufgrund der hohen Brandintensität fehlschlugen. Da man davon ausgehen musste, dass die Mieter wegen der aufwendigen Brand- und Rauchbekämpfung ihre Wohnungen mehrere Stunden nicht mehr benützen können, wurden die Personen vom Roten Kreuz auf die Ortsstelle Puchberg gebracht, wo sie mit heißen Getränken versorgt wurden. Zuvor brachten Feuerwehrleute die Kinder in ihre eigenen Wohnungen, um sie nicht zu lange in der Kälte verweilen zu lassen.

Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde ein Spezialmessgerät angefordert, mit dem die Schadstoffbelastung in den Wohnungen überprüft werden soll. Erst wenn die Messungen abgeschlossen sind und kein Risiko mehr besteht, können die Mieter ihre eigenen vier Wände wieder beziehen.

Warum es zum Brandausbruch gekommen ist, steht noch nicht fest. Brandermittler der Polizei haben die Erhebungen aufgenommen. Aufgrund der vorbildlichen Handlungen durch die Mieter wurde glücklicherweise niemand verletzt. Der Schaden dürfte allerdings enorm sein. Neben den ausgebrannten Fahrzeugen in der Garage, wurde die Garage selbst sowie die anderen Fahrzeuge durch Hitze und Russ stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt standen 4 Feuerwehren mit 65 Mitgliedern im Einsatz. Weiters das Rote Kreuz mit mehreren Fahrzeugen und die Polizei.

Fotos und Text: Lechner