Eiszeit 2014

Die Niederösterreichischen Feuerwehren sind täglich mit herausfordernden Einsatzlagen konfrontiert! Sei es der klassische Verkehrsunfall, eine technisch anspruchsvolle Menschenrettung oder die Unwettereinsätze, die oft über mehrere Tage andauern. In der ersten Dezemberwoche 2014, sah man sich allerdings mit einer ganz neuen Situation konfrontiert, die in unserer Region noch nie in so einer Dimension dagewesen ist.

Dichter Nebel und Nieselregen, in Verbindung mit Temperaturen um den Gefrierpunkt in Höhen ab 1000 Meter Seehöhe, führte zu extremen Vereisungen des Landschaftsbildes. War dieses Naturschauspiel in den ersten Tagen noch schön anzusehen, wurde es, um so länger diese Situation andauerte, immer mehr zur Lebensgefahr für die Bevölkerung und auch die im Einsatz stehenden Einsatzkräfte.

Durch die Enorme Eislast, brachen Bäume wie Zündhölzer. Spaziergänge und Fahrten mit dem Auto durch Waldgebiete wurden zur Lebensgefahr! Während in unserem Bezirk nur die Gebiete Mönichkirchen, Edlitz und Payerbach – Kreuzberg betroffen waren, spitzte sich über große Teile des Waldviertels und die Hohe Wand (Bez. WN) die Lage von Tag zu Tag mehr zu. Ab Wochenmitte mußten auf der Hohen Wand sogar einige Bewohner evakuiert werden, da die eingesetzten Helfer nicht mehr gefahrlos für Rettungseinsätze auf den Berg fahren konnten. Die einzige Zufahrtsstrasse wurde sogar behördlich gesperrt, da immer wieder umgeknickte Baumriesen und Felsbrocken die Straße unpassierbar machten.

Täglich mußten unsere Feuerwehren zu Baumbrüchen ausrücken, um die Straßenverbindungen soweit frei zu halten, dass ein durchkommen zumindest einspurig möglich war. Bei diesen Einsätzen begaben sich die Helfer jeden Tag selbst in Lebensgefahr!

Diese Ausnahmesituation dauerte 6 Tage an. Dann trat das langersehnte Tauwetter ein und brachte innerhalb eines Tages die erhoffte Entspannung. Die dadurch entstandenen Schäden in den Waldgebieten (kaum ein Baum trägt in den betroffenen Gebieten noch einen Wipfel) werden aber noch ein Jahr darauf sichtbar sein, und erinnert uns an die „Eiszeit 2014“, welche viele von uns staunen lies.

Erfahrungen mit solch einem Schadensereignis, konnten viele Feuerwehrkameraden ein Jahr zuvor bei der Eiskatastrophe in Slowenien sammeln. Dort betraf es weite Teile des Bundesgebietes nach ähnlichen Naturschauspielen. Seitens des NÖLFV wurden zur Unterstützung für die slowenische Bevölkerung mehrere KHD Einheiten entsandt, um bei der Notstromversorgung zu helfen!

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